ABI-Vernissage: Afghanistan Memory Boxes – Gegen das Vergessen

Veröffentlicht von Ursula Schwarzer 24. August 2022

Das August Bebel Institut lädt ein zur Vernissage: Afghanistan Memory Boxes – Gegen das Vergessen

Wie trauern, wie erinnern, wie anerkennen in einem Umfeld, in dem Krieg und Unrecht dominieren? In einem Theater- und Begegnungsprojekt der afghanischen Menschenrechtsorganisation „AHRDO – Afghanistan Human Rights and Democracy“ haben sich Angehörige von Opfern des Krieges mit diesem Fragen beschäftigt. Anhand eines „Theaters der Befreiung“ luden sie Aktivist*innen von AHRDO im ganzen Land Menschen verschiedener ethnischer und religiöser Hintergründe ein, die erlebten Gewalterfahrungen gemeinsam zu bearbeiten. Aus dem Projekt entstanden eine Vielzahl an „Memory Boxes“, in denen persönliche Erinnerungsstücke aus dem Alltag einen öffentlichen Zugang zu den Schicksalen und Geschichten der Opfer eröffnen können.

AHRDO arbeitete bis zur Eroberung Kabuls durch die Taliban vor Ort. Die „Memory Boxes“ wurden in einem dafür eingerichteten Museum in Kabul ausgestellt, bis die Aktivist*innen des Projekts im letzten Jahr flüchten mussten und über Umwege nach Kanada gelangten.Vernissage mit

  • Sophia Milosevic Bijleveld, Spezialistin für Erinnerungskultur, Beraterin beim Aufbau des „Afghanistan Center for Memory and Dialogue“
  • Anmeldung erforderlich (A50): anmeldung@august-bebel-institut.de