Ausstellung: Gedenkort Duisburger Straße

Veröffentlicht von Ursula Schwarzer 3. November 2021

Die Arbeitsgruppe Gedenken Duisburger Straße der SPD Wilmersdorf-Nord erinnert anlässlich der Pogromnacht am 9. November vor 83 Jahren mit einer Themen-Ausstellung an 59 deportierte und ermordete Bewohner*innen, für die voraussichtlich Ende 2021 in der Duisburger Straße entsprechend Stolpersteine verlegt werden.

Die Ausstellung findet vom Samstagmittag, 6. November, bis Dienstagabend, 9. November 2021, entlang der Duisburger Straße in Wilmersdorf statt. Auf Thementafeln, die an den Straßenbäumen befestigt werden, wird an die Bewohner*innen der Duisburger Straße erinnert, die von den Nazis aus ihren Häusern gezerrt, deportiert und in den Tod getrieben wurden. Während des Ausstellungszeitraumes sind die Tafeln individuell begehbar und sollen einen gemeinsamen Gedenk-Rundgang ersetzen.

Am 14. November 1941 wurde der 17-jährige Heinz Max Fröhlich aus der Duisburger Straße 12 mit seiner Mutter, drei Mitgliedern der Familie Sachs und weiteren rund tausend als jüdisch geführte Menschen vom Gleis 17 auf dem Bahnhof Grunewald nach Minsk deportiert und ermordet. Die Erinnerung an die systematische Ausgrenzung und Verfolgung aller Menschen jüdischen Glaubens in der Duisburger Straße mag helfen, jetzt und für die Zukunft menschenverachtende Tendenzen in der Gesellschaft wahrzunehmen und ihnen frühzeitig zu begegnen.

Die Initiatorinnen Monica Schümer-Strucksberg und Angelika Kaufel laden zu einem Gespräch und gerne auch zu einem gemeinsamen Treffen während der Ausstellung in der Duisburger Straße ein.

Kontakt: m.schuemer@berlin.de oder Angelika.Kaufel@gmx