Gedenken für die Opfer des Massakers von Oslo und Utoya

Veröffentlicht von Ursula Schwarzer 19. Juli 2020

Neun Jahre sind vergangen, seit der Rechtsterrorist Anders Behring Breivik in Oslo durch einen Bombenanschlag acht Menschen tötete und sein Morden auf der Insel Utoya fortsetzte. 69 Menschen verloren dort ihr Leben, weil sie sich für eine gerechte, für eine freie und offene Welt einsetzten. Die jüngsten Opfer waren gerade einmal 14 Jahre alt. Allen 77 Opfern wollen wir gedenken, niemand ist vergessen.

Unser jährliches Zusammenkommen am 22. Juli ist uns außerdem Mahnung. Denn während Breivik zur Höchststrafe von 21 Jahren Gefängnis und anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt wurde, ist die Ideologie, in deren Namen er unseren Genoss*innen das Leben nahm, nicht hinter den Gefängnismauern weggeschlossen. Völkischer Rassismus, Frauenhass und Antisemitismus waren sein Antrieb. Seinen Massenmord sah er im Auftrag einer ganzen Bewegung. Wir werden ihm nie vergeben. Und nicht aufhören, gegen den ideologischen Antrieb hinter seiner Tat anzutreten. Es war der damalige norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg, der unmittelbar nach den Anschlägen deutlich machte:

„Unsere Antwort auf Gewalt ist noch mehr Demokratie, noch mehr Menschlichkeit, aber nicht noch mehr Naivität. Das sind wir den Opfern schuldig.“

Anmeldung im Roten Netz

Tragt bitte unbedingt eine Mund-Nasen-Bedeckung

Um möglist vielen Genoss*innen die Teilname an der Gedenkkundgebung zu ermöglichen, werden die Reden per Live-Stream übertragen. Informationen dazu findet ihr im Vorfeld auf unseren Social-Media Kanälen und in der Facebook-Veranstaltung.