Lesung und Gespräch: Eure Heimat ist unser Albtraum

Veröffentlicht von Ursula Schwarzer 29. Januar 2020

Hengameh Yaghoobifarah und Simone Dede Ayivi lesen aus persönlichen Essays, die Deutschland den Spiegel vorhalten: einem Land, das sich als vorbildliche Demokratie begreift und gleichzeitig einen Teil seiner Mitglieder als „anders“ markiert, kaum schützt oder wertschätzt.

Wie fühlt es sich an, als „Bedrohung“ wahrgenommen zu werden? Wie viel Vertrauen besteht nach dem NSU-Skandal noch in die Sicherheitsbehörden? Was bedeutet es, sich bei Krisen im Namen des gesamten Heimatlandes oder der Religionzugehörigkeit der Eltern rechtfertigen zu müssen? Und wie wirkt sich Rassismus auf die Sexualität aus?

Zum einjährigen Bestehen des sogenannten „Heimatministeriums“ sammelten Fatma Aydemir und Hengameh Yaghoobifarah schonungslose Perspektiven auf eine rassistische und antisemitische Gesellschaft. Das Buch „Eure Heimat ist unser Albtraum“ ist ein Manifest gegen Heimat – einem völkisch verklärten Konzept, gegen dessen Normalisierung sich 14 deutschsprachige Autor*innen wehren.

Anmeldung: Veranstaltungen.Berlin@spd.de