Corona-Virus: Wir halten zusammen!

Die Berliner SPD hat frühzeitig alle Veranstaltungen und Sitzungen abgesagt. Das bedeutete auch für unsere Abteilung, dass Mitgliederversammlungen, Info-Stände oder Aktionen ausfallen mussten. Aber es gab Videokonferenzen. Jetzt sind erste Präsenzveranstaltungen unter Einhaltung der Hygienevorschriften wieder möglich.

Unabhängig von all dem: Wir sind selbstverständlich immer noch Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Solidarität bleibt ein wichtiger Wert für uns, auch wenn sie in diesen schwierigen Zeiten oft ein anderes Gesicht hat. Wer hätte vor kurzem gedacht, dass „Abstand“ einmal ein Synonym für Solidarität werden würde!

Doch Solidarität ist auch in anderen Zusammenhängen gefragt: Weshalb habe ich von dem einen Freund schon so lange nichts mehr gehört, was ist mit der Nachbarin, die mir sonst immer über den Hof zuwinkt? Geht’s ihnen gut? Wir müssen uns kümmern um unsere Mitmenschen, um Familie, Freunde und Nachbarn. Ein Plausch am Telefon, eine nette Mail oder eine lustige WhatsApp-Nachricht sagt dem Anderen, dass man an ihn denkt. Und wenn der betagte Onkel oder die gebrechliche Nachbarin Hilfe benötigen, die man selbst nicht leisten kann, dann kann man sich an unsere Jusos in Charlottenburg-Wilmersdorf wenden, die man unter der Mail-Adresse jusoscw@outlook.de um Unterstützung bitten kann.

Doch auch politische Solidarität ist gefragter denn je. Diskutiert mit Euren Familien und Freunden unsere sozialdemokratischen Forderungen nach einer Abkehr vom gewinnorientierten Gesundheitswesen, nach gerechten Löhnen für Pflegerinnen und Pfleger! Und dass es nicht zu akzeptieren ist, dass Unternehmen, die ihrer Belegschaft Kurzarbeit aufdrücken, gleichzeitig aber ihren Managern Boni und ihren Aktionären Dividenden auszahlen, staatliche Unterstützung fordern! Den gleichen Staat aber um Steuern betrügen, indem sie in Steueroasen Tochterunternehmen unterhalten.

Lasst Euch neue Wege einfallen, um politisch aktiv zu sein. Wir müssen den Druck von unten erhöhen, damit sich die Dinge ändern!

Gotthard Krupp und Stephanie Pruschansky, Abteilungsvorsitzende