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Sa18Apr202610.30 UhrStart: Masurenallee gegenüber dem Haus des Rundfunks
Das Rote Tuch: Gedenkstättenfahrt für die Opfer der "Euthanasie"-Morde
Der Verein "Das Rote Tuch e.V." lädt ein zu einer Gedenkstättenfahrt nach Brandenburg a.d. Havel zur Gedenkstätte für die Opfer der "Euthanasie"-Morde
Seit über 40 Jahren verleiht unser Kreis den antifaschistischen Jugendmedienpreis "Das Rote Tuch" . Der Verein "Das Rote Tuch e.V." unterstützt den Preis finanziell und begleitet ihn durch erinnerungspolitische Bildungsarbeit. Hierzu gehören u.a. Gedenkstättenfahrten, zu denen auch die SPD Charlottenburg-Wilmerdorf ausdrücklich aufruft - so zur Fahrt zur Gedenkstätte für die Opfer der "Euthanasie"-Morde.
Der industrialisierte rassistische Massenmord der Nationalsozialisten begann mit den Schwächsten der Gesellschaft. Im Rahmen der sogenannten "Aktion T4" wurden systematisch zehntausende behinderte sowie seelisch und psychisch kranke Menschen in Tötungsanstalten ermordet. Kranke und Behinderte wurdes als "unwertes Leben" oder "nutzlose Esser" diffamiert; "erbkranke" Menschen zur Gefahrt für den "deutschen Volkskörper" stilisiert, deren Erbanlagen "ausgemerzt werden müssen". Unter dem verharmlosenden Begriff "Euthanasie" (wörtlich: glücklicher Tod) wurden im Rahmen der "Aktion T4" erstmals massenhafte Morde in Gaskammern erprobt: Ein Wissen, das später in den NS-Vernichtungslagern aufgegriffen und vielfach vom gleichen Personal fortentwickelt werden sollte.
In Brandenburg a.d. Havel wurde 1939 eine der sechs Mordstätten der "Aktion T4" eingerichter, in der etwa 9.000 Menschen den Tod fanden. Heute befindet sich dort die Gedenkstätte für die Opfer der "Euthanasie"-Morde.
Anmeldung: janupi@gmx.de