Wahlen

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Nachlese
Woran liegt es, dass die SPD mit 12,1 % ihr schlechtestes Ergebnis in Berlin eingefahren hat? Die Analysen laufen auf allen Kanälen. Wir von der SPD-Abteilung 76 Rund um den Karl-August-Platz stehen ein wenig ratlos davor. Richtig reingehängt haben wir uns im Wahlkampf – für Timur Saric bei uns im Wahlkreis 4 in Charlottenburg – und natürlich für unseren Berliner Spitzenkandidaten Steffen Krach.

„Steffen, du hast einen fulminanten Wahlkampf hingelegt. Dafür danken wir dir!“
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Aufgefallen ist uns das Statement von Michael Müller im Tagesspiegel Checkpoint am 21. September 2026. Er ist unser Abteilungsmitglied, war SPD-Landesvorsitzender und von 2014 bis 2021 Berlins Regierender Bürgermeister:
„Das ist ein absolutes Desaster. Da gibt es gar nichts mehr schönzureden; und ich prognostiziere einen sehr langen Weg über zwei oder mehr Legislaturperioden, um unsere Partei noch irgendwie zu retten.“
Für ihn (Müller) ein Schuldiger für die jahrelange Fehlentwicklung: Raed Saleh, schreibt der Tagesspiegel Checkpoint. 15 Jahre ist der Fraktionsvorsitzende im Amt, zeitweise auch als Parteivorsitzender. Die Ergebnisse wurden schlechter, „aber er ist der Einzige, der damit nichts zu tun hat“, sagt Michael Müller. Weil es rund 50 SPD-Funktionäre gebe, die ihn tragen. „Reicht ja auch bei zwölf Prozent.“
Wir schauen nach vorn. Wenn Michael Müllers Analyse zutrifft, werden wir intern darüber sprechen müssen. Unsere nächste Abteilungsversammlung findet am 6. Oktober 2026 statt.
Inzwischen hat Raed Saleh erklärt, dass er bei der kommenden Wahl zum Fraktionsvorsitz nicht mehr antritt. Künftig sollen Steffen Krach und Derya Caglar die Berliner SPD-Fraktion führen. Und Steffen Krach hat erklärt, dass er keinen Posten im nächsten Senat anstrebt: „Ich werde der nächsten Regierung in Berlin nicht angehören, aber die Arbeit der Regierung aus dem Abgeordnetenhaus natürlich sehr eng begleiten.“ Er wolle „in den kommenden Jahren“ die SPD zu einer starken Berlin-Partei aufbauen. Dieser Aufgabe werde er am besten in einer Rolle gerecht, die Partei und Fraktion verbinde. Ein Amt im Senat komme für ihn deshalb nicht infrage.
