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Termin Informationen:

  • Fr
    05
    Apr
    2024
    So
    07
    Jul
    2024

    Ausstellung "Letzte Anschrift: Müllerstraße 163"

    So-Fr 10-18 UhrMitte Museum, Pankstraße 47 (U-Bhf. Pankstr.)

    Das Mitte Museum lädt ein zur Sonderausstellung "Letzte Anschrift Müllerstraße 163 - Verschüttete Geschichte eines Hauses und seiner jüdischen Bewohner*innen"

    Die Ausstellung lädt ein zu einer Zeitreise, die vom einst Mühlen gesäumten Weg stadtauswärts zur Ausgeh- und Einkaufsmeile des nördlichen Berlins der 1930er Jahre führt. Anhand historischer Dokumente lassen sich die Veränderungen vom "roten Wedding" zum braunen Terror erkennen. Das Grundstück Müllerstraße 163, heute Ort des Kurt-Schumacher-Hauses der Berliner SPD, steht dabei im Focus der wechselvollen Geschichte und seines ehemaligen Arbeiterbezirks: Einst Apfelgarten, dann Ausflugslokal und seit Ende des 19. Jahrhunderts vierstöckiges Wohnhaus mit Destille im Erdgeschoss. In einer der Wohnungen kreuzten sich Anfang der 1940er-Jahre die Lebens- und Todeswege dreier jüdischer Familien. Die Familie Wolff, Besitzer des Hauses, Familie Freundlich, die zur Zwangsumsiedlung in die "Judenwohnung" gezwungen wurde, und das Ehepaar Gold, das dort in einer sogenannten "Mischehe" lebte, stehen exemplarisch für die Ausgrenzungs- und Vernichtungspolitik des NS-Staates.

    Studierende der Universität Potsdam haben über ein Jahr in zahlreichen Archiven recherschiert. Daraus entwickelte sich ein Kooperationsprojekt der Moses Mendelssohn Stiftung, der Universität Potsdam, der Landesgeschäftsstelle der Berliner SPD, des August Bebel Instituts und des Mitte Museums Berlin.